
Archiv 2010
Workshop Barrierefreiheit in Segeberg 
Vom 19. bis 21. November 2010 fand unser Workshop „Städtische Barrieren und Barrieren aus dem Alltag“ in der Jugendherberge Segeberg statt. Unter der Leitung von Heiko Köppen, dem SoVD-Jugendvorsitzenden aus Nordfriesland, und der Jugendreferentin Diana Rüdt haben wir uns mit der Frage beschäftigt, welche städtischen Hindernisse die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Handicap beeinträchtigen. Nach einem Grußwort des Segeberger Bürgermeisters Dieter Schönfeld, diskutierten wir am Freitag gemeinsam mit der Stadtplanerin Ute Heldt die Frage, welche unterschiedlichen Arten von Barrieren es gibt. Am Samstag vormittag gab uns der Architekt Axel Kreutzfeldt einen Einblick in die gesetzlichen Grundlagen von Barrierefreiheit.
Theoretisch gerüstet sind wir dann zur Stadttour aufgebrochen. Mit Rollstühlen und Pappbrillen ausgestattet haben wir live erspürt, welche Hindernisse es Menschen mit Gehbehinderungen, mit Seheinschränkungen oder mit Lernschwierigkeiten erschweren, sich frei und selbständig in Segeberg zu bewegen. Der Muskelkater in den Armen war durch die Hügel im Stadtgebiet und die ungewohnte Armbewegung beim Rollstuhlbenutzen sicher. Geprüft haben wir auch, ob der ÖPNV uneingeschränkt von allen Menschen genutzt werden kann. Manche Haltestellen sind leider so niedrig gebaut, dass eine Rollifahrerin nicht in den Bus einsteigen kann. Am Nachmittag haben wir unsere Erfahrungen gemeinsam mit der Kreisvorsitzenden des SoVD Segeberg, Marlies Ihrens und dem Kreis-Behindertenbeauftragten von Segeberg ausgewertet und erste Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Im Anschluss daran hat uns der Niebüller Kreistagsabgeordnete Rolf Dieter Oster anschaulich auf Bildern gezeigt, wie es der Stadt Niebüll seit dem Jahr 2002 gelungen ist, Barrieren im städtischen Raum schrittweise abzubauen. Er gab uns auch Tipps, wie wir in anderen Städten für das Thema sensibilisieren können. Der Samstag abend klang dann gemütlich bei Musik und Spielen aus. Sonntag früh fuhren alle nach einem schönen und interessanten Wochenende wieder nach Hause. Wir freuen uns schon, gemeinsam mit Euch vielleicht bald einmal eine andere Stadt auf Barrieren hin zu prüfen.
Behinderungen während der Umbaumaßnahmen des Bahnhofs Heide
In Heide kommt es durch die Umbaumaßen des Bahnhofs zu Einschränkungen für Bahnreisende mit Handicap. Die Strecke zwischen Heide und Büsum ist voraussichtlich bis einschließlich Ende Mai 2011 für den Bahnverkehr gesperrt. Es kommen Busse als Schienenersatzverkehr zum Einsatz. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sollten sich für diese Strecke rechtzeitig unter der SHB-Servicenummer 04191- 933 933 anmelden.
Erste-Hilfe-Seminar in Neumünster
Vom 22. bis 24. Oktober haben wir uns in Neumünster in Erster-Hilfe fit gemacht. Nachdem am Freitag Abend alle 15 Teilnehmer und Teamer trotz des Chaos auf der Autobahn wohlbehalten im Kiek In angekommen waren, ließen wir den Abend ruhig ausklingen. Nach dem gemeinsamen Abendessen war ausreichend Zeit, uns kennen zu lernen und "Werwölfe" zu spielen. Am Samstag morgen begann dann der Erste-Hilfe-Kurs. Unser Ausbilder Sven hat die Theorieeinheiten gut, verständlich und vor allem humorvoll erklärt. Am interessantesten waren die praktischen Übungen, von der stabilen Seitenlage bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Am Samstag Nachmittag gingen einige der Jugendlichen auf Entdecker- und Einkaufstour in Neumünster. Die anderen zockten eine Runde Uno nach der anderen. Abends war dann bei bester Stimmung noch ein leckeres gemeinsames Abendbuffet und abermals – wie könnte es anders sein – das Spiel "Werwölfe" angesagt. Am Sonntag früh folgte der zweite Teil des Erste-Hilfe-Kurses, bei dem wir erfahren haben, wie bei Vergiftungen und Verletzungen Erste Hilfe geleistet werden kann. Für viel Gelächter am Sonntag sorgte "Erika" (Foto), die von zwei Mädels immer wieder neu eingekleidet wurde
. Am Sonntag Nachmittag reisten dann alle nach einem tollen und lehrreichen Wochenende wieder nach Hause zurück. Bis bald!Behinderungen während der Umbaumaßnahmen der Bahnhöfe Neumünster und Heide
Alle drei Aufzüge des eigentlich barrierefreien Bahnhofs Neumünster werden zur Zeit neu gebaut. Damit ist für Bahnreisende mit Handicap der Aus- und Zustieg in Neumünster erschwert. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, die die Treppe auch mit Hilfe von Mitarbeitern der Deutschen Bahn oder der Bahnhofsmission nicht überwinden können (z.B. Rollstuhlnutzer), wurde ein Notfallplan erarbeitet. Ein kostenloses Spezialtaxi befördert die Menschen mit Behinderungen zwischen den barrierefreien Bahnhöfen um Neumünster. Beispiel: Ein Rollstuhlfahrer möchte von Bad Segeberg nach Kiel reisen. Er wird am barrierefreien Bahnhof Neumünster-Süd von einem Taxi abgeholt und zum Bahnhof Einfeld gefahren. Dort steigt er dann in den Zug nach Kiel. Voraussetzung ist die vorherige Anmeldung bei der Mobilitätsservicezentrale der Bahn unter der Telefonnummer 01805- 512 512 mindestens 24 Stunden vor Reisebeginn. Die Bauzeit soll bis Ende November dauern.
Auch in Heide kommt es durch die Umbaumaßen zu Einschränkungen für Bahnreisende. Vom 28.10.10 bis 25.11.10 wird die Marschbahn zwischen Heide und Husum komplett für den Bahnverkehr gesperrt. Es wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten. Mobilitätseingeschränkte Personen sollten sich rechtzeitig beim Service-Telefon der NOB unter der Telefonnummer 0180- 10 180 11 anmelden. Die Strecke zwischen Heide und Büsum ist sogar für 7 Monate bis einschließlich Ende Mai 2011 für den Bahnverkehr gesperrt. Auch hier kommen Busse als Schienenersatzverkehr zum Einsatz. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sollten sich für diese Strecke rechtzeitig unter der SHB-Servicenummer 04191- 933 933 anmelden.
Dänemarkfreizeit 2010 – Spaß, Kultur und Erholung in Marstrup
Gutes Wetter, ein barrierefreies Ferienhaus mit Pool sowie eine bunt
gemischte, gut gelaunte 17-köpfige Reisegruppe – das waren beste Voraussetzungen für die einwöchige Dänemarkfreizeit der SoVD-Jugend Schleswig-Holstein. Am 7. August starteten wir mit zwei Kleinbussen in Richtung Marstrup. Die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gleich begeistert vom tollen Ferienhaus und der idyllischen Lage in der Nähe eines Sees. Schwimmen, Badminton, Fußballspielen, Billard, Luftballonspiele oder abendliches Grillen – das Gelände bot uns zahlreiche Möglichkeiten für Spiel und Spaß und gegenseitiges Kennenlernen.
gemischte, gut gelaunte 17-köpfige Reisegruppe – das waren beste Voraussetzungen für die einwöchige Dänemarkfreizeit der SoVD-Jugend Schleswig-Holstein. Am 7. August starteten wir mit zwei Kleinbussen in Richtung Marstrup. Die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gleich begeistert vom tollen Ferienhaus und der idyllischen Lage in der Nähe eines Sees. Schwimmen, Badminton, Fußballspielen, Billard, Luftballonspiele oder abendliches Grillen – das Gelände bot uns zahlreiche Möglichkeiten für Spiel und Spaß und gegenseitiges Kennenlernen.
Natürlich standen auch unterschiedliche Ausflüge auf dem Programm. Besonderen Anklang fand die Tour zum endlosen Strand auf der Insel Rømø, wo die Nordsee zum Baden und Planschen einlud. Der unermüdliche Einsatz der vier Teamer (neudeutsch für Betreuer), aber auch der ganzen Gruppe machten es möglich, dass alle, die baden wollten, sich auch in der Nordsee vergnügen konnten. Aber auch das Schiffahrtsmuseum in Esbjerg und der Ausflug zum Dänischen Eisenbahnmuseum nach Odense mit anschließendem Einkaufsbummel in Dänemarks drittgrößter Metropole sorgten für Begeisterung bei den Teilnehmenden. Den Abschluss bildete dann ein gemeinsamer Besuch auf der
Bowlingbahn in Haderslev. Und am Ende konnten alle noch ihr selbstbemaltes T-Shirt als Erinnerung an die schöne Zeit einpacken. Die Freizeit wurde durch die Aktion Mensch gefördert.
Schulgesetzreform-Vorschlag ist ein Schritt zurück! 
Der Entwurf zur Schulgesetzänderung, den Bildungsminister Ekkehard Klug am 27.04.10 vorstellte, sieht massive Änderungen bei den 2007 eingeführten Regional- und Gemeinschaftsschulen vor. Diese werfen die Bildungspolitik in Schleswig-Holstein um Jahre zurück.
Galt gerade der gemeinsame Unterricht aller Schülerinnen und Schüler in den Gemeinschaftsschulen als ein Meilenstein auf dem Weg zu einer inklusiven Schule für Alle, so eröffnen die nun vorgelegten Änderungen wieder Möglichkeiten, Lerngruppen oder sogar abschlussbezogene Klassen von der 5. Klasse an einzurichten. Dies ist ein Rückschritt in eine vergangenheitsorientierte Schulpolitik, da sie das längere gemeinsame Lernen in den Regional- und Gemeinschaftsschulen nun auf freiwillige Basis stellt. Damit besteht die Gefahr, dass das erst im Jahr 2007 abgeschaffte dreigliedrige Schulsystem mit Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien durch die Hintertür wieder eingeführt wird.
Hinzu kommt, dass künftig nicht mehr alle Gemeinschaftsschulen eine Oberstufe einrichten dürfen. Damit werden die Gymnasien geschützt und die Entwicklung der Gemeinschaftsschulen gebremst. Dafür spricht auch die vorgesehene Umschichtung von 350 Lehrerstellen an die angeblich benachteiligten Gymnasien bis zum Jahr 2014 und die Wahlfreiheit der Gymnasien, ob sie das G8- oder G9-Modell anwenden wollen. Bislang waren Gymnasien auf das Abitur nach acht Jahren und Gemeinschaftsschulen auf das Abitur nach neun Jahren festgelegt. Jetzt bekommen die Gemeinschaftsschulen neue Konkurrenz durch Gymnasien, die ebenfalls das G9-Modell anwenden.
Auffällig ist ebenfalls, dass im sogenannten Reformvorschlag das Wort „Inklusion“ an keiner Stelle erwähnt wird. Es besteht die Gefahr, dass der Weg einer inklusiven Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf nicht konsequent weitergegangen wird, sondern ein Zurück zu den alten Strukturen des Nebeneinanders stattfindet. Wir fordern ein Festhalten am binnendifferenzierten Unterricht auf der Grundlage neuer pädagogischer Lernkonzepte, die jeden Einzelnen individuell fördern. Die Gemeinschaftsschule mit ihrer Ausrichtung auf längeres gemeinschaftliches Lernen aller Schülerinnen und Schüler, möglichst bis zur 10. Klasse, muss erhalten bleiben, wenn Vielfalt wirklich gelebt werden soll und alle Kinder gleiche Startchancen bekommen sollen.
Trubel und Feststimmung auf dem Schleswig-Holstein-Tag in Rendsburg
Strahlender Sonnenschein lockte am ersten Juniwochenende Tausende von Menschen zum Schleswig-Holstein-Tag nach Rendsburg. Auch die SoVD-Jugend Schleswig-Holstein war gemeinsam mit dem SoVD-Kreisverband Rendsburg-Eckernförde dabei. An unserem Infostand am Obereiderhafen haben wir junge Menschen über die Aktivitäten und laufenden Projekte der SoVD-Jugend informiert. Besonderen Zulauf fand unser Glücksrad, bei dem als Hauptpreis der flauschige Roland-Bär zu gewinnen war. Hier bekommst Du ein paar Eindrücke vom Schleswig-Holstein-Tag.

"integ-Jugend" wird "SoVD-Jugend" 
Die integ-Jugend im Sozialverband Deutschland e.V. hat sich auf ihrer Bundesjugend-konferenz am 15.05.2010 in "SoVD-Jugend" umbenannt, um die Nähe zum SoVD zu unterstreichen. Für die jungen Mitglieder des Sozialverband Deutschland ändert sich durch den Namenswechsel nichts. Die SoVD-Jugend Schleswig-Holstein wird wie in der Vergangenheit eine Vielzahl von Aktivitäten für ihre Mitglieder anbieten und freut sich auf Eure Teilnahme!
Besuch beim "König der Löwen"
Aufbruchstimmung bei der Landesjugendkonferenz 2010
Am 27. März 2010 tagte die 20. Landesjugendkonferenz der integ-Jugend Schleswig-Holstein in Neumünster. Peter Kammhoff überbrachte als Kreisvorsitzender des SoVD Neumünster das Grußwort des SoVD-Landesvorstands. Der stellvertretende Bundesjugendvorsitzende Thomas Harms betonte in seiner Begrüßungsrede, dass es neben der Schaffung attraktiver Freizeitangebote auch zu den Aufgaben der integ-Jugend gehöre, sich sozial- und jugendpolitisch einzubringen. Er bestärkte den Landesverband darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Der Landesjugendvorsitzende Nico Hamkens hob in seinem Bericht die Erfolge und Projekte der integ-Jugend Schleswig-Holstein in den vergangenen zwei Jahren hervor. Insbesondere seit der Wiederbesetzung des Jugendreferats hat sich die Anzahl der Seminar- und Tagesveranstaltungen erheblich erhöht. Ebenfalls wurden die Kontakte zu den Jugendorganisationen der Parteien wieder aufgenommen. Derzeit organisiert die integ-Jugend im Land rund 4.200 Mitglieder, so viele wie nie zuvor in ihrer Geschichte.
Auf der Versammlung im Kiek In! wurde ein neuer
Landesjugendvorstand gewählt. Alter und neuer Landesjugendvorsitzender bleibt Nico Hamkens aus Husum. Ihm stehen weiterhin Ines Springer und André Fiebig als stellvertretende Vorsitzende zur Seite. Als Schatzmeister fungiert Martin Hollm und die Schriftführung liegt künftig in den Händen von Annika Springer. Zu Beisitzern wurden gewählt: Heiko Köppen, Tanja Wäsch, Jan-Steffen Schümann, Max Braun und Stefan Krohn. Daniel Jepp, Tim Strate, Sebastian Freese und Sönke Gosch wirken künftig als Revisoren.
Landesjugendvorstand gewählt. Alter und neuer Landesjugendvorsitzender bleibt Nico Hamkens aus Husum. Ihm stehen weiterhin Ines Springer und André Fiebig als stellvertretende Vorsitzende zur Seite. Als Schatzmeister fungiert Martin Hollm und die Schriftführung liegt künftig in den Händen von Annika Springer. Zu Beisitzern wurden gewählt: Heiko Köppen, Tanja Wäsch, Jan-Steffen Schümann, Max Braun und Stefan Krohn. Daniel Jepp, Tim Strate, Sebastian Freese und Sönke Gosch wirken künftig als Revisoren.
Am Nachmittag referierte Rainer Dillenberg von der Lebenshilfe Schleswig-Holstein über die Notwendigkeit und Voraussetzungen einer inklusiven Schulpolitik im Land. Er wies auf die Fortschritte und Erfolge in Schleswig-Holstein hin, wo mittlerweile mehr als 40 Prozent aller Kinder mit einem Handicap inklusiv beschult werden. Die engagierte Diskussion im Anschluss an seinen Vortrag zeigte, dass dieses Thema den Jugendlichen auf den Nägeln brennt.
Im Anschluss wurden die eingereichten sozialpolitischen Anträge und Organisationsanträge diskutiert
und beschlossen. Unsere Kernforderungen sind die Schaffung von Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen sowie die gesetzliche Verankerung einer Ausbildungsquote für junge Menschen mit Behinderung analog zu der im SGB IX verankerten Quotierung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Des Weiteren fordern die Delegierten, dass die Wehrpflicht und der Zivildienst abgeschafft und durch einen attraktiven Freiwilligendienst im sozialen und ökologischen Bereich ersetzt werden. Die integ-Jugend wird weiterhin dafür eintreten, dass die Beitragsfreiheit des dritten Kita-Jahres erhalten bleibt.
und beschlossen. Unsere Kernforderungen sind die Schaffung von Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen sowie die gesetzliche Verankerung einer Ausbildungsquote für junge Menschen mit Behinderung analog zu der im SGB IX verankerten Quotierung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Des Weiteren fordern die Delegierten, dass die Wehrpflicht und der Zivildienst abgeschafft und durch einen attraktiven Freiwilligendienst im sozialen und ökologischen Bereich ersetzt werden. Die integ-Jugend wird weiterhin dafür eintreten, dass die Beitragsfreiheit des dritten Kita-Jahres erhalten bleibt.
In seinem Schlusswort bedankte sich Nico Hamkens bei allen Delegierten für die engagierte und konzentrierte Mitarbeit. Er lud alle Interessierten ein, in den Projektteams der integ-Jugend mitzuarbeiten und die eigenen Ideen einzubringen. Er kündigte an, dass sich die integ-Jugend neben ihrem Seminarangebot künftig verstärkt sozial- und jugendpolitisch einbringen wird.
UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) seit einem Jahr in Kraft
Seit dem 26. März 2009 ist die "UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" in Deutschland geltendes Recht. Bund und Länder haben sich verpflichtet, die Rechte von Menschen mit Behinderung zu fördern.
Bei der Umsetzung der BRK wird landes- und bundesweit insbesondere über Bildungspolitik diskutiert. Hier hat sich bereits vieles in den Köpfen getan. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat im August 2009 das Bildungsbarometer Inklusion herausgegeben, das jedoch zeigt, dass es noch zu wenige Fortschritte bei der inklusiven Bildung gibt. In Schleswig-Holstein wurden demnach 2007 rund 32 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mit einem Handicap integrativ beschult. Damit gehört das Land zwar zu den Spitzenreitern im bundesweiten Vergleich – gleichwohl sind weitere Veränderungen nötig, um die Bildungschancen von Kindern mit einer Behinderung zu verbessern. Es genügt nicht, dass Kinder mit und ohne Handicap in einem gemeinsamen Klassenraum unterrichtet werden, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Wir brauchen insbesondere kleinere Lerngruppengrößen und veränderte Lernkonzepte. Ebenfalls fordern wir eine ausreichende Unterstützung der Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen durch Sonderpädagogen aus den Förderzentren, damit alle Schülerinnen und Schüler individuell gefördert werden können.
Die Aussagen der Behindertenrechtskonvention sind geltendes Recht und dürfen daher nicht ignoriert werden. In einem Jahr, im März 2011, muss die Bundesregierung zum ersten Mal bei den Vereinten Nationen einen umfassenden Bericht darüber ablegen, welche Maßnahmen sie getroffen hat, um ihre Verpflichtungen aus dem Übereinkommen zu erfüllen. Auch muss sie die erzielten Fortschritte ausweisen. Bis dahin ist noch viel zu tun.
Tolle Stimmung und gute Ideen in Büsum
Wie gewinnen wir neue Ehrenamtliche für die integ-Jugend? – Diese Frage diskutierten 20 TeilnehmerInnen aus ganz Schleswig-Holstein vom 5. bis 7. Februar 2010 im Erholungszentrum des SoVD in Büsum. Der Landesjugendvorsitzende Nico Hamkens und die Landesjugendreferentin Diana Rüdt konnten Holger Wittig-Koppe vom Paritätischen Schleswig-Holstein als Referenten für das Seminar gewinnen. In Kleingruppen entwickelten die motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Projektideen, die das Profil der integ-Jugend schärfen. Am Ende des Workshops bildeten sich vier Projektarbeitsgruppen heraus, welche die Projekte engagiert fortführen werden. Natürlich kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz: am Samstag Abend wurde gefeiert, getanzt und viel gelacht. Das Seminar hat allen großen Spaß gemacht und es sind viele neue Bekanntschaften entstanden.