
Dass Nordseeluft gesund sein soll, wird wohl jeder wissen. Auf jeden Fall macht sie kreativ!
Am Wochenende vom 25. bis 27. November trafen sich über 30 Mitglieder im Erholungszentrum Büsum, um das Jahresprogramm 2012 der SoVD-Jugend Schleswig-Holstein mit zu gestalten.
In einer großen Runde lernten wir uns kennen und sammelten gemeinsam Vorschläge, was unsere Landesjugend im nächsten Jahr alles unternehmen könnte. Die Ideen reichten von Workshops für hauswirtschaftliche Selbstversorgung über Öffentlichkeitsarbeit und den weiteren Abbau von Barrieren in Städten und Gemeinden bis hin zu sozial-politischen Themen.
Wir verteilten uns auf drei Gruppen, um erste Planungen für die Umsetzung der jeweiligen Schwerpunkte umzusetzen. Unter anderem arbeitete eine Gruppe an einem Verhaltens- und Leitkodex. Dieser soll unter anderem auf der nächsten Landesjugendkonferenz am 17. März 2012 in Neumünster beraten werden und künftig die gemeinsamen Interessen aller unterstreichen: Die Gleichberechtigung und Akzeptanz einer jeden Person.
Ganz im Sinne der SoVD-Jugend planten wir nicht nur gemeinsame Aktivitäten, sondern hatten auch viel Spaß. Neben der vielen Arbeit traf man sich zu gemeinsamen Spaziergängen auf dem Deich oder in die Büsumer Innenstadt, um so die frische Brise der Nordseeluft genießen zu können. Unsere Bastelgruppe stellte, passend zur Jahreszeit, verschiedene Dekoartikel her und am Ende unseres Treffens veranstalteten wir eine Disco. Die Stimmung war gut und es bebte das ganze Haus!
Alle freuen sich auf 2012 und wir können euch versprechen, dass es ein tolles Jahr wird!
Jeder ist herzlichst zu unseren Veranstaltungen eingeladen: wir freuen uns auf Dich.
(Martin Röder)
Tolle Stimmung beim SoVD-Familientag im Hansapark Sierksdorf
Sommerlich, sonniges Wetter lockte Ende September viele Mitglieder zum Familientag des SoVD in den Hansapark nach Sierksdorf. Auch die SoVD-Jugend Schleswig-Holstein war mit vollem Engagement an den Info- und Aktionsständen dabei. Beim Glücksraddrehen, vor den Buttonmaschinen und der Fühlkiste für kleinere Kinder bildeten sich lange Warteschlangen. Es hat Riesenspaß gemacht, viele Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Insbesondere der knuddelige Rolandbär, den es als Hauptpreis beim Glücksrad zu gewinnen gab, sorgte für strahlende Gesichter. Hier bekommt Ihr einige Eindrücke vom gelungenen Familientag.
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SoVD-Jugend aktiv bei den Weltkindertagen in Neumünster und Husum 
Bei gutem Wetter beteiligten sich die SoVD-Jugend Segeberg in Kooperation mit dem Landesverband und die SoVD-Jugend Nordfriesland im September an den Weltkindertagen in Neumünster und Husum. Der SoVD-Ortsverband Husum unterstützte die nordfriesische Jugendgruppe in Husum beim Glücksrad und Rollstuhlparcours. Beim Rolliparcou
rs konnten die Kinder selbst ausprobieren, wie schwierig es sein kann, mit einem Rollstuhl einen Parcours abzufahren. Beide Veranstaltungen waren gut besucht, so dass sich lange Schlangen vor den Glücksrädern bildeten.
rs konnten die Kinder selbst ausprobieren, wie schwierig es sein kann, mit einem Rollstuhl einen Parcours abzufahren. Beide Veranstaltungen waren gut besucht, so dass sich lange Schlangen vor den Glücksrädern bildeten.
Beim bunten Nachmittag unter der Bauernglocke des Handels- und Gewerbeverein Erfde organisierten die SoVD-Jugend Nordfriesland, der SoVD-Ortsverband Erfde und der Kreisverband Schleswig-Flensburg gemeinsam einen Infostand mit Glücksrad und Rollstuhlparcours.
SoVD-Jugend Schleswig-Holstein erkundete Dänemark 
Spaß, Kultur und Teamgeist erlebte die 16-köpfige Reisegruppe der SoVD-Jugend Schleswig-Holstein im August während der einwöchigen Dänemarkfreizeit. Vom überwiegend regnerischen Wetter ließen sich die Jugendlichen die Laune nicht verderben. Denn das Ferienhaus in Marstrup bot zahlreiche Möglichkeiten für Spiel, Spaß und gemeinsame Aktivitäten: Wikingerschach, Badminton, Billard, Monopoly, Tischtennis oder abendliches Grillen und Lagerfeuer. Im Swimmingpool konnten sich die Teilnehmenden austoben.
Es wurden auch unterschiedliche Ausflüge unternommen, wie zum Vikingercenter in Ribe, zum Strand nach Aarøsund und nach Esbjerg. Ein Höhepunkt war das gemeinsame Bowlen in Haderslev. Am meisten begeisterte die Jugendlichen jedoch das Geschichtscenter Dybbøl Banke (Dübbeler Schanzen), das den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 mitreißend erklärte. Am Ende der Freizeit war der Wunsch groß, auch beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.
Selbstverteidigungs-Workshop der SoVD-Jugend in Neumünster
Wie wir uns bei einem Angriff verteidigen können, stand vom 17. bis 19. Juni 2011 im Mittelpunkt des Workshops „Selbstverteidigung“ der SoVD-Jugend Schleswig-Holstein. Unter der Anleitung von Holger Liedtke vom SVB haben wir gelernt, wie wir Gefahrensituationen sprachlich deeskalieren, also entschärfen können, ehe es zur Gewaltanwendung kommt. Aber was mache ich, wenn es doch zu einem Angriff kommt, ich beispielsweise gewürgt oder mit einem Stock bedroht werde? Auch darauf gab uns Holger Antworten und zeigte uns entsprechende Abwehrgriffe und -techniken. Zu guter Letzt haben wir noch geübt, wie wir uns am besten fallen lassen, um die Verletzungsgefahr möglichst gering zu halten. Diese Fallübungen fanden wir erstaunlicherweise fast alle am schwierigsten! An den Abenden haben wir dann bei bester Stimmung eine Runde Werwölfe nach der anderen gespielt.
Am Ende des Workshops gingen alle mit dem guten Gefühl nach Hause, dass jeder Mensch die Möglichkeit und Fähigkeit hat, sich selbst zu verteidigen. Wir haben einige Techniken gelernt, die uns helfen, einen möglichen Angriff abzuwehren und Spaß hat uns das Wochenende auch gemacht. Hier auf You Tube oder SoVD-TV könnt Ihr Euch einen kurzen Film über den spannenden Workshop ansehen.
Wir fordern Löhne, von denen man leben kann
Rund 4 Millionen abhängig Vollzeitbeschäftigte, das sind 22% aller vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, arbeiten in Deutschland im Niedriglohnsektor. Vor allem Frauen, Alleinerziehende, Arbeiterinnen und Arbeiter mit Migrationshintergrund, aber auch junge Beschäftigte sind davon betroffen. Etwa 1,3 Millionen Beschäftigte zählen zu den sogenannten „Aufstockern“, die trotz Arbeit Arbeitslosengeld II beziehen. Ferner nimmt die Zahl derer, die in der Zeitarbeit beschäftigt sind, oder nur befristete Verträge oder Teilzeitjobs erhalten, kontinuierlich zu. Jeder zweite Arbeitsvertrag wird heute befristet geschlossen – besonders davon betroffen sind junge Beschäftigte unter 25 Jahren. Zukunftspläne wie eine Familie zu gründen oder sich dauerhaft an einem Ort niederzulassen, rufen bei vielen jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angesichts der prekären Beschäftigungsverhältnisse ein müdes Lächeln hervor. Bei vielen betroffenen Beschäftigten führen die unsicheren Arbeitsplatz- und Zukunftsperspektiven überdies zu spürbaren gesundheitlichen und psychischen Folgen.
Die SoVD-Jugend Schleswig-Holstein fordert angesichts dieser Entwicklungen für die Zeitarbeit gleichen Lohn für gleiche Arbeit sowie die Einführung eines bundesweiten Mindestlohns, der eine ausreichende Sicherung des Lebens gewährleistet. Mindestlöhne stellen sicher, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können und nicht trotz Vollbeschäftigung „Hartz 4“ beziehen müssen. Der Mindestlohn ist als absolute Untergrenze zu verankern, auf die im Rahmen der etablierten Tarifautonomie branchenspezifisch aufgebaut werden kann. Mit der Einführung von Mindestlöhnen wird ebenfalls der Entstehung von Altersarmut entgegen gewirkt. Denn langjährige Beschäftigung im Niedriglohnsektor führt zu Rentenansprüchen unterhalb der Grundsicherung im Alter. Gerade bei jungen Menschen führt dies häufig zu Zukunftsängsten. Durch existenzsichernde Mindestlöhne wird zudem der Staatshaushalt entlastet, da die Einnahmen der Sozialversicherungssysteme steigen. Zu guter letzt schaffen Mindestlöhne würdigere Arbeitsbedingungen: Durch existenzsichernde Einkommen wird der getanen Arbeit Respekt gezollt. Ein würdevoller Umgang im Arbeitsleben sollte eine Selbstverständlichkeit auf dem deutschen Beschäftigungsmarkt sein. Und dazu gehören Löhne und Entgelte, von denen wir leben können!
Geheimnisse des Wattenmeeres erkundet 
Bei strahlendem Sonnenschein besuchte die SoVD-Jugend Schleswig-Holstein am 15. April 2011 das Multimar Wattforum in Tönning. Die jungen Mitglieder des Sozialverband Deutschland hatten großen Spaß in der interaktiven Ausstellung, in der Vieles selbst ausprobiert werden durfte. Insbesondere von der Fütterung der Fischschwärme im großen Aquarium durch die Taucher und von der Walausstellung waren alle begeistert. Abschließend stärkten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch bei leckerem Kuchen und Torte im Restaurant des Multimar.

- Foto: Tobias Kurth
SoVD Jugendseminar mit Fotoworkshop
Nachdem alle am Freitag Abend in der Jugendherberge "Kiek In" in Neumünster Abendbrot gegessen hatten, hat Nico Hamkens, der Landesvorsitzende der SoVD–Jugend die große Runde freundlich begrüßt und die Leitung an Diana Rüdt und Tim Strate weitergegeben. Danach haben wir uns mit verschiedenen Spielen besser kennen gelernt. Entweder mit Klopapier, Ball oder Dose, es gab verschiedene Möglichkeiten, sich die Namen bzw. die Personen zu merken. Diese Methoden haben alle sehr viel Spaß gemacht und waren sehr witzig. Zum Ausklingen des Abends stand der Rest zur freien Verfügung. Einige haben die Zeit genutzt und sind Spazieren gegangen, andere haben gemeinsam die Spiele "Schwimmen" und "Phase 10" gespielt.
Am nächsten Morgen haben wir zuerst in 2er Gruppen abwechselnde Interviews durchgeführt, um unser Gegenüber besser kennen lernen zu können. Hinterher haben sich die Interviewpartner dann in großer Runde gegenseitig vorstellt.
Danach ging es in 4er Gruppen weiter. Jede Gruppe hatte die Aufgabe sich ihre eigene Insel vorzustellen und zeichnerisch darzustellen. Dabei sind wirklich schön kreative Exemplare entstanden, die wir dann den jeweiligen anderen Gruppen vorgetragen haben.
Nach dem Mittagessen begann der Fotoworkshop mit Tobias Kurth, einem Fotografen aus Hamburg. Er hat uns die genauen Lichteinstellungen einer Kamera erklärt, die sogenannten ISO-Werte. Ebenfalls hat er uns erklärt, wie man Bilder mit einem kleinen Trick schärfer stellen kann. Danach haben wir das gelernte Wissen praktisch umgesetzt und mit unseren eigenen Kameras, bei einem Rundgang durch die Stadt Fotos gemacht. Nach einer kleinen Pause mit Kaffee und Kuchen, sind wir zu unseren Bildern übergegangen und haben sie gemeinsam ausgewertet. Tobias hat uns wertvolle Verbesserungsvorschläge gegeben, wie wir das Beste aus unseren Fotos heraus holen können. Als guten Abschluss hat er uns noch ein Bildbearbeitungsprogramm vorgestellt und uns gezeigt, wie man damit am besten kleine Fehler oder die Bildgröße verbessern bzw. verändern kann.
Am Abend gab es ein Buffet, wo sich jeder nach Lust und Laune bedienen konnte. Bei gutem Essen, guter Musik und bester Laune hatten wir noch einmal die Gelegenheit uns zu unterhalten. Einige haben im Anschluss wieder in großer Runde "Schwimmen" gespielt.
Am Sonntagmorgen haben wir die Gruppenarbeit „das fliegende Ei“ gemeistert. Was sich genau dahinter verbirgt wird nicht verraten. Es soll ja auch ein bisschen spannend bleiben. Unter der Leitung von Diana und Tim gab es zum Abschluss von unserem Kennlern-Wochenende ein Gruppenfeedback, in dem wir unser Lob aber auch unsere „Kritik“ von diesem Wochenende geäußert haben. Bevor es nun alle wieder nach Hause zog, haben wir noch im hauseigenen Bistro gemeinsam zu Mittag gegessen (Natascha Stecher und Anke Völz).
Beim Ausbau gemeinsamen Unterrichts sind weitere Anstrengungen notwendig
Laut der Ende 2010 veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung „Gemeinsam lernen. Inklusion leben“ werden in Schleswig-Holstein 42 Prozent der rund 16.000 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf gemeinsam mit anderen Schülern unterrichtet. Damit belegt das Land im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz. Die Studie zeigt aber, dass es vor allem an den weiterführenden Schulen noch große Defizite bei der Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts gibt. Während in den Kindertageseinrichtungen von den rund 3.300 Kindern mit Förderbedarf fast 89 Prozent gemeinsam mit anderen spielen und lernen, nimmt dieser Anteil mit dem Schulbesuch rapide ab. In der Grundschule besuchen noch 69 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf gemeinsamen Unterricht. Doch beim anschließenden Übergang auf weiterführende Schulen wechseln viele mangels inklusiver Bildungsangebote auf Förderschulen - nur noch 40 Prozent (ohne Schwerpunkt geistige Entwicklung) besuchen dann eine Regelschule. Der Besuch einer Förderschule beraubt die Jugendlichen jedoch ihrer Zukunftschancen: die Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass fast 97 Prozent der Förderschulabgänger im Land keinen Hauptschulabschluss erreichen.
Diese Situation steht in Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention, die seit dem Jahr 2009 in der Bundesrepublik geltendes Recht ist. Die Vertragsstaaten verpflichten sich in Artikel 24, dass „Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen [inclusive im englischen Original], hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben”. In einem inklusiven Bildungssystem wird die Unterschiedlichkeit der Kinder als Vielfalt und Bereicherung geschätzt. Niemand wird ausgegrenzt, weil er/ sie vermeintlich "anders" ist, sondern das Schulsystem verändert sich so, dass es den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht wird.
Doch steht in Schleswig-Holstein der gemeinsame Schulbesuch nach wie vor unter einem Finanzierungsvorbehalt, der das Wahlrecht von Eltern auf gemeinsame Beschulung ihres Kindes einschränkt. Die SoVD-Jugend Schleswig-Holstein fordert, dass dieser Finanzierungsvorbehalt aufgehoben wird. Um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einem Handicap an der Gesellschaft zu sichern, sind die Grundschulen, Regional- und Gemeinschaftsschulen wie auch die Gymnasien mit entsprechend ausgebildetem Fachpersonal so auszustatten, dass sie dem gesetzlichen Bildungsauftrag tatsächlich entsprechen können. Auch müssen die Lerngruppen verkleinert werden und binnendifferenzierter Unterricht ausgeweitet werden. Hier erwartet die SoVD-Jugend, dass die Landesregierung ihre bisherigen Bemühungen aktiv fortsetzt und nicht der Haushaltslage opfert. Als eine der wesentlichen Voraussetzungen für gemeinsamen Unterricht sind die kommunalen Schulträger bei der Herstellung von Barrierefreiheit in den Schulen vor Ort zu unterstützen. Die beim Ausbau inklusiven Unterrichts entstehenden Kosten, werden durch bessere Lernerfolge und damit verbesserte Chancen auf dem Arbeitsmarkt mittel- und langfristig mehr als ausgeglichen.



